Mein kleines Site-chen

leider die Augen zu

Startseite

Impressum

Böse, böse AfD-Wähler?

Im Deutschlandfunk gab es heute eine Diskussion über Lebensverhältnisse in Ost und West, Wahlergebnis im Zusammenhang mit den Verhältnissen nach der Wende. U.a. hörte man (mal wieder), wie undankbar die Menschen im Osten ("Ossis") doch wären, etwa wenn in Sachsen viele die AfD gewählt haben: Auf dem sanierten Marktplatz gegen Merkel und Gauck pfeifen. Die Sachsen sollten doch mal eine 140Mark-DDR Rente nehmen und sich damit heute vergleichen - wie dankbar müßte sie doch sein.
     Meiner Beobachtung nach hängt das Wahlergebnis in Sachsen NICHT an zu niedrigen Löhnen, enttäuschten Erwartungen. Denn die AfD ist ähnlich rechts wie die CDU, war z.B. auch gegen den Mindestlohn, den die SPD ja der CDU nur mit Mühe herauslocken konnte; die CDU hat sich doch mit Händen und Füßen gegen den Mindestlohn gewehrt. Sondern was die AfD deutlich stärker von der CDU unterscheidet, ist die Ablehnung von Fremden. Die CDU ist zwar ausländerskeptischer als SPD, Grüne und Linke, die man auch regelrecht als Flüchtlingsherbitterparteien bezeichnen kann. Aber sie wird in Zusammenhang gebracht (ja nicht zu Unrecht) mit Gauck und Merkel, etwa mit Merkels "wir schaffen das", womit Flüchlinge regelrecht hergelockt wurden. Ich habe Videos gesehen von Städten in Sachsen, wo die Massen (so muß man es schon sagen) gegen Gauck und Merkel Radau gemacht haben, mit Trillerpfeifen und Sprechchören "hau ab". Die Leute wollen keine Fremden vor die Nase gesetzt bekommen, das wollen Journalisten, Moderatoren, Politiker (und auch Theologen) nicht so richtig wahrhaben, reden gerne drumherum, tun so, als wäre das doch - unschicklich. Daß es die Realität ist, wird gerne unter den Teppich gekehrt. Ob das nun gut ist oder schlecht - es ist halt so, und läßt sich nicht wegwünschen.